Messier-Album vollendet!

Die beiden galaktischen Kugelsternhaufen Messier 69 und Messier 70 (rechts) sind keine Besonderheiten an unserem Nachhimmel. Beide stehen tief an unserem Südhimmel im Sternbild Schütze und sind aufgrund ihrer extremen Horizontnähe nur unscharf (große, von der Luftunruhe verwaschene Sternpunkte) und farbverfälscht (gerötet, wie beim Sonnenuntergang) von der Sternwarte Huchenfeld aus abzubilden. Trotzdem sind diese beiden gestern Nacht gewonnenen Bilder doch etwas besonders: sie markieren das Ende einer mehrjährigen Beobachtungskampagne, bei der an der Sternwarte alle 110 Himmelsobjekte des berühmten Messier-Himmelskatalogs fotografisch abgebildet wurden.  Alle Bilder des so entstandenen Huchenfelder Messier-Fotoalbums finden sich hier: Messier-Album der Sternwarte Huchenfeld

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Jupiter im Sternbild Skorpion

Jupiter steht aktuell tief im Süden – mitten im Sternbild Skorpion, das es bei uns nicht ganz über den Horizont schafft. Erst ab dem Mittelmeerraum ist auch der lange, gebogene Schwanz des Skorpions zu sehen, der hier unterhalb des Jupiter verdeckt durch den Horizont zu denken ist. Wir sehen hier in Deutschland nur das orange-rot leuchtende Auge und die nach oben ragenden Scheren. Am zurückliegenden Wochenende war bei uns die Luft so klar, dass selbst direkt am Horizont zwischen den Bäumen die Sterne zu sehen waren.

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Vollmond und Jupiter über den Wolken

In wenigen Stunden ist Vollmond – gerade steht die leuchtende Mondscheibe nahe beim hellen (hier punktförmigen) Planeten Jupiter über einer schimmernden, nächtlichen Wolkenbank. Ein schönes Stimmungsbild, aufgenommen mit einem handelsüblichen 200 mm Teleobjektiv.

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Sonnenhalo aus Sahara-Staub

Sahara-Staub aus dem tiefen Süden ist heute über Deutschland angekommen. Unser Himmel zeigt sich daher milchig weiß und nicht wie gewohnt tiefblau. Die feinen Staubkörnchen haben aber auch noch eine interessante zweite Wirkung: eine deutliche Halo-Erscheinung um unsere Sonne – einen kreisförmigen Farbring, ganz ähnlich dem Regenbogeneffekt. Dieser Ring wurde nach seinem Entdecker Bishop-Ring benannt und entsteht, wenn das Sonnenlicht an den unzähligen feinen Staubpartikeln gebeugt wird. Der Durchmesser des Rings hängt dabei von der Größe der Staubkörnchen ab. Bei Sahara-Staub hat er einen Durchmesser von 20 bis 40 Winkelgrad rund um die Sonne. Eine Faustbreite bei ausgestrecktem Arm entspricht rund 20 Grad am Himmel.

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Nachtleuchtende Wolken (NLC) über Huchenfeld

Gestern Abend waren das erste Mal in diesem Jahr nachleuchtende Wolken am Nordhorizont zu sehen. Diese in rund 80 Kilometer Höhe über dem Nordpol kreisenden Wolken wurden auch kurz vor Mitternacht noch von der nur knapp unter dem Horizont stehenden Sonne beleuchtet. Sie stehen damit so hoch, dass sie sogar von hier aus zu sehen sind! Immer wieder ein erhabender, aber auch leicht gespenstischer Anblick.
Links oben der helle Stern ist die Capella im Sternbild Fuhrmann.

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Sonnenuntergang mit Lichtsäule

Heute gab es einen prächtigen Sonnenuntergang mit Lichtsäule. Diese entsteht durch eine Spiegelung von Sonnenlicht an hexagonal-geformten Eisplättchen, die bei Windstille aus großer Hohe langsam absinken und sich dabei horizontal in der Luft schweben. Das Bild entstand mit einer einfachen, digitalen Spiegelreflexkamera und 135 mm Brennweite.

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Sonnenfleck EX-2738 wieder sichtbar

Eine Sonnenrotation zu 26 Tagen weiter haben sich unsere beiden Sonnenflecken vom 19. April massiv gewandelt: der ehemals große Fleck 2738 (jetzt nach dem Wiederauftauchen 2740 genannt) ist massiv geschrumpft und kaum noch sichtbar. Die ehemals winzige Fleckengruppe 2739 hatte hingegen einen neuen großen Fleck (jetzt als 2741 bezeichnet) hervorgebracht. Aber auch dieser ist inzwischen dabei, sich wieder zu teilen und zu schrumpfen. Das Bild entstand heute am großen Sonnenteleskop der Sternwarte Huchenfeld.

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Sonnenfleck 2738 ruft Protuberanz hervor

Der große Sonnenfleck 2738 ist nun hinter der Sonne verschwunden. Teile des in umgebenden Fackelgebietes stehen nun als kleine Protuberanzen rechts am Sonnenrand hervor.
Links unten eine zweite Protuberanz, die ebenfalls ein Aktivitätsgebiet andeutet, das nun auf die Sonnenvorderseite rotiert.
Solche Bilder können nur mit einem PST-Spezialteleskop zur Protuberanzenbeobachtung gewonnen werden.

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Sonnenflecken 2738 und 2739

Der großen Sonnenfleck mit der laufenden Nummer 2738 verschwindet nun für uns hinter der Sonne. Dabei zeigt er den sogenannten Wilson-Effekt: die dunkle Mitte des Flecks scheint zur Sonnenmitte hin verschoben, für uns sieht der rechte, sonnenrandnahe Fleckensaum breiter aus. Unserem großen Fleck folgend sehen wir die kleine, jüngst entstandene Zwei-Flecken-Gruppe Nummer 2739. Links von 2738 sehen wir zudem ein schwaches Fackelgebiet in Form von bänderförmigen Aufhellungen der Sonnenoberfläche.

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Größerer Sonnenfleck 2738 überraschend aufgetaucht

Nach einigen wolkigen Tagen konnte die Sonne nach langer fleckenlosen Zeit wieder mit einem schönen, recht großen Sonnenfleck abgelichtet werden. Das Bild des Fleck mit der laufenden Nummer 2738 entstand mit dem 6 Zoll Sonnenteleskop der Sternwarte.

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Sonnenuhr aufgestellt

Als kleines Schmuckstück ziert seit gestern eine Sonnenuhr den Garten an der Sternwarte Huchenfeld.

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Die „Hockey-Schläger“ Galaxie NGC 4656

Hier die Aufnahme der Galaxie NGC 4656 – einer 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernten Balkenspirale, die durch eine enge Begegnung mit der benachbarten Galaxie NGC 4631 stark deformiert wurde. Aufgrund ihrer jetzigen Form wird sie auch scherzhaft „Hockey-Schläger“ Galaxie genannt. Das Bild entstand mit einer Belichtungszeit von 90 Minuten am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld.

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Ein Sonnenfleck nahe dem Zyklusminimum

Die seit Woche ruhige Sonne zeigt seit einigen Tagen wieder einen Sonnenfleck (ganz rechts am Sonnenrand), der sich aktuell recht interessant entwickelt. Leider wird er durch die Sonnenrotation dieses Wochenende hinter der Sonne verschwinden. Die Lage des Flecks am Sonnenäquator verrät zudem, dass es sich noch um einen Fleck des alten, gerade endenden, 11-jähren Fleckenzyklus handelt.

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Merkur tief am Abendhimmel

Tief in der herrlichen Abenddämmerung war heute Abend noch der sonnennahe Planet Merkur zu entdecken. Nur bei seltenen Konstellationen – möglichst maximale Sonnenentfernung des Merkur – lässt sich der sonnennächste Planet in unseren Breiten überhaupt beobachten. Und selbst dann kann Merkur am Himmel maximal 28° Abstand von der Sonne erreichen. Berücksichtigt man zudem, dass die Bahn des Planeten ja nicht senkrecht, sondern eher flach an unserem Ost- oder Westhorizont zu sehen ist, wird klar, dass der kleine Planet in der Abend- oder Morgendämmerung kaum mehr als ein paar Grad über unserem Horizont zu finden ist.

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Messier 109 – ein Zwilling unserer Milchstraße

Die Galaxie „Messier 109“ ist in ihrem äußeren Erscheinungsbild nahezu eine Zwillingsschwester unserer Milchstraße. Sie steht in einer Entfernung von rund 50 Millionen Lichtjahren. Mit einem Durchmesser von knapp 140.000 Lichtjahren und rund 250 Millionen Sternen ist M 109 etwas kleiner als unsere Heimatgalaxie. Im Aussehen mit dem zentralen Balken und in der Struktur ihrer Spiralarme ist sie der Milchstraße aber sehr ähnlich. Das Foto wurden gestern insgesamt 145 Minuten lang mit dem großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet. Die eingesetzte Brennweite betrug 2,6 Meter.

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Sonnenuntergang über der Sternwarte

Einen besonders farbenprächtigen Sonnenuntergang gab es gestern Abend über der Sternwarte Huchenfeld. Klare Luft, sich auflösende, flache Wolkenschichten und das gelbrote Streulicht der untergegangenen Sonne spielte mit dem Tiefblau des späten Abendhimmels.

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Mond am Taghimmel

Am frühen Abend stand der fast volle Mond bereits hoch am noch tiefblauen Himmel und zeigte im 6-Zoll-Refraktor der Sternwarte schöne Oberflächendetails.

Das Bild wurde mit einer handelsüblichen digitalen Spiegelreflexkamera gewonnen und bei 400 ISO nur 1/1000 Sekunde belichtet.

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Mondfinsternis 2019

In den frühen Morgenstunden des 21. Januar fand eine in ganz Mitteleuropa sichtbare Mondfinsternis auf, die tief in der Nacht begann und bis in die Morgendämmerung andauerte.
Hierbei wurden auch einige Bilder des völlig verfinsterten Mondes kurz nach Beginn der Totalität mit dem großen Refraktor der Sternwarte Huchenfeld gewonnen. das Bild wurde 2 Sekunden belichtet und zeigt schon die Helligkeitsverlauf hin zur dunkelsten Stelle im Zentrum des Erdschattens.

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Prächtiges Mondhalo über der Sternwarte

Bis vor wenigen Minuten stand ein besonders prächtiges
Mondhalo über Huchenfeld. Mit einem 8 mm Superweitwinkelobjektiv gelang bei 4 Sekunden Belichtungszeit dieses Bild vom Sternwartengelände aus.

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Edge-On-Galaxie NGC 4565

Eine der schönsten Galaxien am Nachthimmel: NGC 4565 hat es sogar schon in die Kinos geschafft. Sie ist eine Spiralgalaxie, bei der wir fast genau von die Kante mit ihrem markanten Staubband sehen – der Fachmann spricht hier von einer Edge-On-Galaxie.

Im größeren Teleskop ist sie auch mit dem Auge beobachtbar und zeigt dort bereits das Staubband als hauchfeinen dunkeln Strich vorn dem zarten hellen Glimmen der Galaxie.

Die mit 9,5 Größenklassen vergleichsweise helle Spiralgalaxie steht im Sternbild Haar der Berenike. Ihre Entfernung von uns beträgt rund 30 Millionen Lichtjahre und mit einem  Durchmasse von circa 100.000 Lichtjahre ist sie etwas kleiner als unsere heimische Milchstraße.

Das hier gezeigte Bild wurde rund 30 Minuten am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet.

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Supernova-Überrest Messier 1

Messier 1 ist ein bemerkenswerter Supernova-Überrest und das erste Objekt in der Liste heller Himmelsobjekte des französischen Astronomen Charles Messier.
Im Jahr 1054 entdeckten chinesische Himmelsbeobachter einen „neuen“ hellen Stern im Sternbild Stier, der dort wochenlang hell leuchtete, bis er schließlich verblasste. Heute ist an dieser Stelle die Explosionswolke einer Supernova zu sehen – Reste eines gestorbenen Sterns. Das Bild wurde 28 Minuten lang am großen Teleskop der Sternwarte belichtet.

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Die NGC 1023 Galaxiengruppe

 

 

 

Die NGC 1023-Galaxiengruppe ist ähnlich unserer Lokalen Gruppe eine kleiner Ausläufer des Virgo-Haufens und liegt etwa 21 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Mitglieder der NGC 1023-Galaxiengruppe finden sich in den Sternbildern Perseus, Andromeda und Dreieck.

Die hellsten Mitglieder sind die namensgebende Balkenspirale NGC 1023 im Sternbild Perseus sowie die bekannte Edge-On-Spiralgalaxie NGC 891 im Sternbild Andromeda. Letztere wird vergleichsweise oft fotografiert, da wir sie fast in Kantenstellung sehen, so dass man ihr zentrales Staubband detailliert sehen kann. Weitere Mitglieder sind die detailreiche Balkenspirale NGC 925 im Sternbild Dreieck und die Spiralgalaxie NGC 1003 im Sternbild Perseus. NGC 959 ist eine sehr kompakte Galaxie im Sternbild Dreieck, die nur schwach Strukturen von Spiralarmen zeigt. Ähnliches gilt für NGC 949, eine spiralförmige Zwerggalaxie im gleichen Sternbild. Die kompakte Spiralgalaxie NGC 1058 ist nur rund halb so groß wie unsere Milchstraße und wird wegen ihres besonders aktiven Galaxienkerns als Seyfert-2-Galaxie gelistet.

Alle Galaxienbilder wurde jeweils 1 Stunde mit dem großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet und sind Bestandteil einer möglichst umfassenden Bildgewinnung der ganzen Galaxiengruppe.

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Abschied von Mars

Nun gilt es bald, Abschied von Mars – unserem Nachbarplaneten – zu nehmen. Zwar steht unser Nachbarplanet nach seiner Erdnähe diesen Frühsommer noch recht hell am südlichen Nachthimmel, aber im Teleskop zeigt die zunehmende Sichelform, dass uns der Mars bereits einen Teil seiner Nachtseite zudreht. Untrügliches Zeichen, dass er sich nun rasch von uns entfernt.
Das Bild wurde bei einer Brennweite von 8 Metern mit dem großen Spiegelteleskop der Sternwarte Huchenfeld gewonnen.

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Stephans Quintett – eine Galaxiengruppe

Stephans Quintett ist eine kleine Ansammlung von fünf miteinander wechselwirkenden Galaxien im Sternbild Pegasus. Sie tragen die Katalognummern NGC 7317, NGC 7318A, NGC 7318B, NGC 7319 und NGC 7320. Endeckt wurde diese interessante Anordnung von dem französischen Astronom Édouard Jean-Marie Stephan.

Das mit dem Hauptteleskop der Sternwarte Huchenfeld gewonne Bild zeigt bereits einige Details der rund 300 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien und wurde insgesamt 32 Minuten belichtet.

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Mars und Saturn am Südhimmel

 

Wenige Tage nach der Marsopposition 2018 wurde der Erdnachbar sowie der in der Nähe stehende Planet Saturn mit dem großen Teleskop der Sternwarte abgelichtet. Da sich beide Objekte in diesem Jahr sehr tief am hiesigen Südhorizont aufhielten, konnten trotz Digitaltechnik und Bildbearbeitung nur recht unscharfe, detailarme Bilder gewonnen werden.

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