Pforzheimer Kurier berichtet über Sternwarte

Bei der Huchenfelder Sternwarte war diese Woche der Pforzheimer Kurier zu Besuch. Redakteur Jürgen Peche berichtete ausführlich über die Sternwarte Huchenfeld, die Volkssternwarten auf dem Keplergymnasium und in Bieselsberg sowie einen kleine astronomische Vorschau für das laufende Jahr.

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Messier 81 Gruppe – eine nahe Galaxienansammlung



Eine traumhaft klare und ruhige Wetterlage ermöglichte eine Reihe sehr guter Aufnahmen an der Sternwarte Huchenfeld – darunter auch einige Bilder der rund 10 bis 15 Millionen Lichtjahre nahen Galaxiengruppe um Messier 81 im Sternbild Großer Wagen.

Besonders Messier 81 selbst zeigt sich besonders detailreich: Zahlreiche enge Spiralarme winden sich um den mächtigen Galaxienkern. In den äußeren Spiralarme sind als winzige rote Fleckchen große Wasserstoffwolken erkennbar, in denen junge Sterne entstehen.

Messier 82 ist eine Spiralgalaxie, die von massiven Strömen austretendem Gas verdeckt wird. Diese Bewegung entstammt einer abrupten, explosiven Sternentstehungswelle, die durch einen nahen Vorübergang an der größeren Galaxie Messier 81 ausgelöst wurde. Das Bild zeigt zahlreiche, filigrane Gasströme hinter denen sich blau leuchtend die eigentliche Spiralgalaxie verbirgt.

Die ganz in der Nähe stehende, kleine Galaxie NGC 3077 ist von irregulärer Struktur. Auch sie hat vor etwa 300 Millionen Jahren eine nahe Begegnung mit der Galaxie Messier 81 überstehen müssen und zeigt seitdem heftige Gasturbulenzen und Sternentstehung. Das Foto zeigt zahlreiche, schwache auf das Zentrum ausgerichtete Gasströme, ganz ähnlich wie Messier 82

Die Fotos entstanden mit dem  ACF16-Hauptteleskop der Sternwarte bei einer Belichtungszeit von jeweils 30 Minuten bei 2,6 Metern Brennweite.

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Flammennebel NGC 2024 im Infrarot

Der „Flammenebel“ NGC 2024 ist nach dem berühmten Orionnebel das hellste Gasobjekt im Sternbild Orion. Direkt am linken Gürtelstern des Orion befindet er sich in direkter Nachbarschaft zum gleichfalls bekannten Pferdekopfnebel, mit dem er verbunden ist. In diesen Gasnebeln entstehen junge Sterne, große Nebelgebiete bringen zumeist gleich einen ganzen Sternhaufen hervor. Allerdings verbergen sich diese für den normalen Betrachter in den leuchtenden Nebelmassen, die nur von infrarotem Licht teilweise durchdrungen werden können.

Die Sternwarte Huchenfeld besitzt für derartige Beobachtungen eine modifizierte Kamera, die es erlaubt, infrarotes Licht von rund 800 nm bis hin zu fast 1000 nm aufzunehmen und damit auch Sterne im Inneren von Gasnebeln sichtbar zu machen. Auf dieser 40 Minuten belichteten Aufnahme treten daher rechts und links des zentralen, zu dunklen Staubbalkens zahlreiche Mitglieder des im Inneren entstehnden Sternhaufens hervor.

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Pferdekopfnebel im Infrarot

Mit einem speziellen Kamerasystem der Sternwarte lässt sich der Himmel auch im (für Menschen unsichtbaren) Nahen Infrarotlicht abbilden – hier am Beispiel Pferdekopfnebel. Bei diesen langen Lichtwellenlängen werden viele Gasnebel transparenter, sodass sich darin eingebettete Sterne besser fotografieren lassen. Der direkte Vergleich zweier Bilder des bekannten Pferdekopfnebels im sichtbaren Licht (farbig) und im Infraroten Licht (schwarz-weiß) zeigt diesen Effekt deutlich. Beide Bilder entstanden am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld.

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Sternhaufen Tombaugh 1 und 2

Der US-Astronom Clyde Tombaugh ist vor allem dafür bekannt, dass er 1930 den (Zwerg-)Planeten Pluto endeckte. Hierzu musste er hunderte von Fotoplatten auswerten, die er mit einem 13-Zoll Astrographen am Lowell Observatorium (Arizona, USA) anfertigte. Als Nebenprodukte dieser Suche entdeckte er auch zahlreiche Kleinplaneten, Kometen, Galaxienhaufen sowie fünf größtenteils sehr schwache Sternhaufen.  Vier dieser Sternhaufen waren wirkliche Neuentdeckungen, der Haufen Tombaugh-3 ist eine „Wiederentdeckung von IC 166.

Im Rahmen eines Beobachtungsprogramms an der Sternwarte Huchenfeld werden alle 5 Tombaugh-Sternhaufen nochmals aufgesucht und fotografisch angebildet. Zunächst wurden hierbei Tombaugh 1 und 2 aufgesucht, die beide im Sternbild „Canis Major“ (Großer Hund) am winterlichen Himmel zu finden sind. Die Bilder wurden 8 Minuten (Tombaugh-1) und 9 Minuten (Tombaugh-2) mit dem großen ACF-16 Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet.

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Sternhaufen Messier 52

Der 7,3 Größenklasse helle offener Sternhaufen Messier 52 liegt im Sternbild Kassiopeia. Er befindet sich in einer Entfernung von rund 4600 Lichtjahren zu uns und besteht aus rund 600 Einzelsternen. Mit seinem Alter von rund 35 Millionen Jahre gehört er zu den jüngeren Vertretern seiner Art.

Das Bild entstand am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld und wurde bei einer Brennweite von 2,6 Metern nur 6 Minuten lang belichtet. Es zeigt Haufensterne bis zu einer Helligkeit von 14 Größenklassen hinab.

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NGC 7448 – eine aktive Galaxie

In mehr als 100 Millionen Lichtjahren Entfernung von uns liegt die für uns winzig klein erscheinende Galaxie NGC 7448. Mit einer Winkelausdehnung von gerade mal 2,6 Bogenminuten erscheint die im Sternbild Pegasus befindliche Balkengalaxie nur so groß wie eine Euro-Münze in über 100 Metern Entfernung vom Betrachter. In ihren zarten Spiralarmen finden sich zahlreiche Verklumpungen, Hinweise auf Gebiete mit sehr aktiver Sternentstehung.
Beide Fotos entstanden am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld – das Übersichtsbild bei einer Brennweite von 2,6 Metern, das eingeklinkte Detailbild bei 4 Metern Brennweite. Die Belichtungszeit betrug jeweils 30 Minuten bei 1600 ASA Kameraempfindlichkeit.

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Morgenregenbogen über der Sternwarte

Heute morgen konnte über der Sternwarte Huchenfeld ein ungewöhnliches Himmelsphänomen beobachtet werden unmittelbar bei Sonnenaufgang zeichnete sich ein schwacher Regenbogen ab, obwohl keine Niederschläge zu sehen waren.
Mit starker Bildbearbeitung wurde auf dem Foto schließlich der ganze Verlauf des Bogens sichtbar.

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Hyaden – ein naher Sternhaufen

Zur Weihnachtszeit lohnt ein Blick auf den schönen Sternhaufen der Hyaden im Sternbild Stier. Markant der orange-farbene Riesenstern Aldebaran, der das auffinden des V-förmigen Sternhaufens am Nachthimmel erleichtert. Mit einer Entfernung von nur 153 Lichtjahren sind die Hyaden nach dem Bärenstrom der uns vermutlich zweitnächste Sternhaufen. Er besteht neben den markanten Hauptsternen aus rund 350 weiteren Sternen, der sich lichtschwach im Hintergrund verteilen. Aldebaran selbst gehört aber nicht zu diesem Sternhaufen, sondern steht mit einer Entfernung von 67 Lichtjahren ziemlich genau mittig zwischen und und den Hyaden.
Das Bild entstand mit einer handelsüblichen Kamera und 200 mm Teleobjektiv bei insgesamt 5 Minuten Belichtungszeit auf dem Gelände der Sternwarte.

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Messier 31 mit Teleobjektiv

Ganz weit weg und doch so nah:
Unsere Nachbarmilchstraße Messier 31 – der berühmte Andromeda-Nebel wurde auf dem Gelände der Sternwarte Huchenfeld mit einem einfachen 200 mm Teleobjektiv aufgenommen. Die digitale Spiegelreflexkamera wurde mit einer preiswerten Amateurmontierung nachgeführt und 10 Minuten lang belichtet.
das Bild zeigt schon die Staubwolken entlang der Spiralarme mit ihren jungen, blauen Sternen sowie die älteren, gelben Sterne in der Kernregion.

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NGC 253 im Sculptor

Nach dem berühmten Andromeda-Nebel ist NGC 253 die zweitgrößte Galaxie an unserem Nachthimmel – wenn auch von Huchenfeld aus gesehen tief im Süden, nur knapp über den Baumwipfeln des Nordschwarzwalds. Die Galaxie zeichnet sich durch eine große Menge dunkler Staubwolken aus, welche die Spiralstruktur deutlicher hervortreten lassen. Um die Galaxie in unseren Breiten deutlich abbilden zu können, bedarf es einer besonders klaren Nacht mit sehr guter Horizontsicht auf das Südsternbild „Bildhauer“ (Sculptor)

Das Bild entstand am großen Teleskop der Sternwarte und wurde bei einer Brennweite von 4 Metern 30 Minuten lang belichtet.

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Mondaufgang über der Sternwarte

Soeben geht der fast volle Mond über der Sternwarte Huchenfeld auf. Das Bild entstand mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera.
(Bild: Bernd und Malwine Weisheit)

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Gasnebelriese NGC 604 in Messier 33

Die Galaxie Messier 33 besitzt mit NGC 604 eines der größten Gasnebel-Systeme, in denen gerade Sternentstehung im Gange ist. Die rechte Aufnahme zeigt die Galaxie mit dem 10-Zoll Astrographen der Sternwarte bei einer Brennweite vom 1 Meter. Unser Blick geht hier 2,8 Millionen Lichtjahre in die Tiefen des Weltraums. Die Gaswolke mit der Katalognummer NGC 604 ist jeweils rot markiert und wurde nochmals mit dem großen Teleskop der Sternwarte bei einer Brennweite von 4 Metern aufgenommen. Die Gaswolke hat eine Ausdehnung von rund 1300 Lichtjahren und enthält mehr als 200 junge und sehr heiße Sterne, die erst in den letzten drei Millionen Jahren entstanden sind.

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Helix-Nebel

Der Helix-Nebel – auch als NGC 7293 bezeichnet – im Sternbild Wassermann: Heute Nacht mit dem großen Teleskop fotografiert.  Dieser gut 12.000 Jahre alte Überrest eines Sterns ist fast so groß wie die Vollmondscheibe, da es sich hierbei um den uns wohl am nächsten stehenden Planetarischen Nebel handelt. Gleichzeig ist er enorm lichtschwach und steht von uns aus gesehen tief am Herbsthimmel, nur knapp über dem Südhorizont. Das Bild entstand mit 30 Minuten Belichtungszeit bei 2,6 Meter Brennweite.

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NGC 7479

Die kleine, aber formschöne Balkengalaxie NGC 7479 findet sich im Sternbild Pegasus. Das Bild wurde 30 Minuten bei 2,6 Meter Brennweite belichtet. Balkengalaxien zeichnen sich dadurch aus, dass die Zentralregion nicht kreisförmig mit davon ausgehenden Spiralarmen ist, sondern dass sie einen langen, zentralen Balken haben, von dessen Enden zwei markante und einige kleinere Spiralarme ausgehen. NGC 7974 liegt über 100 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und zeigt trotz ihrer kleinen Abmessungen bereits einige interessante Details, wie etwa Verdickungen in den Spiralarmen, die auf große Sternentstehungsgebiete hinweisen.

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NGC 6822 – Barnards Galaxie

Barnards Galaxie – auch unter den Katalognummern NGC 6822 und IC 4895 gelistet – ist eine irreguläre Zwerggalaxie vergleichbar der großen Magellanschen Wolke und liegt tief an unserem Südhorizont im Sternbild Schütze. Die rund 1,6 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 8.000 Lichtjahren und besitzt nur 10 Millionen Sterne (in der Milchstraße finden wir 400 Milliarden Sterne – also 40.000 mal so viele)

Von Deutschland aus ist diese lichtschwache, stets im Dunst des Südhorizonts gelegene Galaxie nur schwer zu beobachten. Das Bild entstand mit einer Gesamtbelichtungszeit von 4890 Sekunden (1 Stunde, 21 Minuten und 30 Sekunden) am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld und zeigt neben dem zentralen Balken aus Sternen auch zahlreiche hellere Gasnebel (im Bild mit ihren Katalognummern versehen).

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Messier 57 – ein sterbender Stern

Die bekannte Ringnebel Messier 57 im Sternbild Leier schenkt uns einen Blick in unsere ferne Zukunft. In rund 5 Milliarden Jahren wird auch unsere Sonne zu einem roten Riesenstern werden und dann ihre äußere Hülle als ringförmigen Nebel abstoßen. Dieses Foto des 2.300 Lichtjahre entfernten und rund 20.000 Jahre alten Nebels M 57 entstand bei einer Brennweite von 4 Metern am großen Teleskop der Sternwarte mit einer Belichtungszeit von 7 Minuten.

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Supernova 2017eaw

Der US Astro-Amateur Utah Patrick Wiggins hat am 13. Mai eine helle Supernova in der Spiralgalaxie NGC 6946 im Sternbild Schwan entdeckt. Die Suepernova 2017eaw – so die offizielle Bezeichnung der Supernova ist vom Typ IIb, entstand also durch den Kernkollaps im Endstadium eines massereichen, roten Riesensterns mit einer möglichen Ursprungsmasse von mehr bis zu 32 Sonnenmassen.

Das Bild der Galaxie mit ihrer Supernova entstand in der Nacht auf den 21. Mai 2017 an der Huchenfelder Sternwarte und wurde bei einer Brennweite von 4 Metern rund 47 Minuten belichtet.

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Galaxie Messier 88

Eines der schärfsten Galaxienbilder, das je an der Sternwarte Huchenfeld gelungen ist: Die etwa 47 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie „Messier 88“, ein Spiralnebel sehr ähnlich unserer Milchstraße, den wir allerdings rund 30 Grad gegen unsere Sichtlinie gekippt sehen. Das Bild wurde 30 Minuten bei einer Brennweite von 2,6 Metern belichtet.

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Mondkrater Kopernikus

Ein Bild mit den Mondkratern Kopernikus (oben)und Eratosthenes (unten links) wurde zudem um separat geglättete und angehobene Farbinformationen ergänzt. Diese passen verblüffend gut zu den geologischen Strukturen sowie den fächerförmigen Kraterstrahlen von Kopernikus. Diese angehobenen Bodenfarben weisen auf unterschiedliche Gesteinszusammensetzungen des Mondbodens hin. Oberhalb von Eratosthenes als Kreisstrukur angedeutet, der vor Jahrmilliarden von Lava überflutete Krater Stadius.

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Blick auf den Mondnordpol

Auf diesem Bild schweigt der Blick vom großen Krater Aristoteles (rechts unten) hin zu den Kratern nahe dem Mondnordpol links oben.
Die dunkle Region zwischen Aristoteles und dem kraterübersäten Hochland ist das kleine Mare Frigoris. Ganz am Mondrand hebt sich ein Teil der Kraterwand von Nansen gegen den dunklen Nachthimmel.

Das Bild entstand am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld bei eine Brennweite von 4 Metern.

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Mondkrater Clavius

Ein Blick auf das südliche Hochland des Erdmonds. Das Bild wird dominiert von 225 Kilometer durchmessenden Mondkrater Clavius, benannt nach einen deutschen Mathematiker des 16. Jahrhunderts. An den Kraterrändern sitzen (oben mittig) der 52 Kilometer große Krater „Porter“ und unten rechts der Krater Rutherford (48 x 54 Kilometer groß). Zahlreiche weitere Krater bis hinunter zu einem hier sichtbaren Durchmesser von 2 Kilometern bedecken den Boden von Clavius. Unterhalb finden wir den schon tief im Schatten liegenden Krater Blancanus. Rechts am Bildrand – mit einem markanten Zentralberg der ebenfalls gut 100 Kilometer große Krater Moretanus, der den Weg zum Mondsüdpol weist, welcher ganz rechts unten am Mondhorizont liegt.

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Kometen Tuttle-Giacobini-Kresak und Johnson

Komet Tuttle-Giacobini-Kresak (41P) und Komet Johnson (C2015V2) im Sternbild Herkules

Gleich zwei helle, schon mit dem Fernglas sichtbare Kometen standen in den letzten Apriltagen im kleinen Sternbild Herkules. Links im Bild der kleinere Komet Tuttle-Giacobini-Kresak (41P) mit einer Helligkeit von 7,6 Magnituden sowie rechts Komet Johnson (C2015V2) mit einem kräftigen Kern und einer Helligkeit von 7,4 Magnituden.
Beide Bilder wurde je 12 Minuten am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet. Da sich die Kometen in dieser Zeit mit ähnlichen Geschwindigkeiten an der Erde vorbeibewegten, erscheinen die Hintergrundsterne auf beiden Bildern zu kurzen Strichen auseinander gezogen.

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Tiefer Blick in den Süden

Tief im Süden am Frühlingshimmel: Messier 93 und 79.

Die beiden sehr unterschiedlichen Sternhaufen Messier 93 (links) und Messier 79 (rechts) sind von Huchenfeld aus nur tief im Süden des Frühlingssternhimmels zu finden und verschwinden allzu oft im horizontnahen Dunst.

Der Offene Sternhaufen M 93 (NGC 2447) ist eine lose Ansammlung von rund 100 Sternen im Sternbild Achterdeck des Schiffs. Die Entfernung des mit 100 Millionen Jahren noch recht jungen Haufens beträgt etwa 3600 Lichtjahre. Durch die unruhige Luft am Horizont wurden die Stern-Abbildungen zu größeren, unscharfen Scheibchen aufgebläht.

Dagegen wirkt der Kugelsternhaufen Messier 79 (NGC 1904) im benachbarten Sternbild Hase wesentlich kompakter. Dabei enthält dieser rund 45.000 Lichtjahre entfernte Haufen fast eine Million Sterne und hat ein Alter von 12 bis 13 Milliarden Jahren – fast so alt wie das Universum im Ganzen mit 13,81 Milliarden Jahren.

Beide Bilder entstanden am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld bei einer Brennweite von 2,6 Metern und rund 15 Minuten Belichtungszeit.

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Satellit stört Galaxienfoto

Bei einer Belichtungsreihe mit dem hellen Galaxienduo Messier 84 und 86 an der Sternwarte Huchenfeld ist ein Satellit durch das Bild gehuscht. Sehr schön lässt sich an der Leuchtspur auch die Drehbewegung erkennen, mit der Satelliten üblicherweise ihren Flug stabilisieren. Da inzwischen unzählige Satelliten die Erde umkreisen, sind solche Bilder durchaus häufiger auf den Belichtungen einer Sternwarte zu sehen. Auch wenn das Arrangement schön und ungewöhnlich aussehen mag, so muss das Bild doch verworfen werden und ist für die Belichtungsreihe am Himmelsobjekt nicht mehr verwendbar.

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